HANNBERG – Die historische Wehrkirche in Hannberg öffnete am 30. Juni ihrer Pforten für eine Veranstaltung der besonderen Art: Kultur in der Kirchenburg. Es fanden sich ca. 600 Gäste, Künstlere und Musike ein, um ein buntes Potpourri an Fotoausstellung, Musikdarbietungen und Lichtillumination zu genießen, und das alles unter dem Zeichen des Benefiz.

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Schaeffler Bigband Zeichen vor der Wehrkirche

Wie kam es dazu? Der Sachausschuss Kunst, Kultur und Geschichte der Pfarrei hatte die Idee aufgenommen, den Innenhof der drittgrößten Kirchenburg Deutschlands für eine Kunst- und Kultur-Veranstaltung zu nutzen. Der Vorsitzende Thomas Willert und der Fotograf Stefan Reinmann begannen vor einem Jahr mit der Vorbereitung der Veranstaltung. „Kunst und Kultur und die Wehrkirche Hannberg – das passt“ waren sich die beiden Initiatoren einig. Heraus kam ein Event, das bei so manchem Besucher sicherlich das Bedürfnis nach Wiederholung erweckte. Mit der Schaeffler Bigband aus Herzogenaurach wurde eine sehr populäre Bigband aus der Gegend mit 24 köpfigen Orchester gefunden. Stefan Reinmann organisierte den Hannberger Fotopreis, in dem lokale Künstler über das Jahr hinweg ihre Bilder der Wehrkirche und des Landkreises Erlangen-Höchstadt einsandten, die Gewinner wurden am Veranstaltungsabend gekürt. Der Auftritt der Schaeffler Bigband unter der Leitung von Peter Wirkner zeigte eine Mischung aus bekannter Filmmusik und Songs zum mitschwingen. Der absolute Höhepunkt des Abends war jedoch eine aufwendige Lichtinstallation – eine sogenannte Illumination – der gesamten Wehranlage. Mit Hilfe von mehr als 90 Lichtstrahlern wurden die 550 Jahre alten Wehrmauern in bunten Farben erstrahlt, der von weiten sichtbare Kirchturm der Pfarrkirche Geburt Marines war in dunklen blau eingefärbt. Wie oft das Lichtspektakel von den Gästen fotografiert wurde, ist schwer zu sagen, sicherlich hatte jedoch jeder Gast mit Fotokamera seine Eindrücke aufgenommen. 

Für den Benefizerlös hatte man zwei sehr Projekte ausgewählt, die sowohl lokalen als auch internationalen Charakter hatten. Das Hilfsprojekt Kindernotfonds der Diakonie Erlangen wurde unterstützt. Es hilft Familien und Kindern mit finanziellen Schwierigkeiten in der Region rund um Hannberg. Darüber hinaus wird das Uganda-Projekt der Pfarrei Hannberg bedacht. Dort wird seit 1995 die Partnergemeinde Masaka finanziell unterstütz, die Koordination wird über die Entwicklungseinrichtung Caritas Maddo in Masaka organisiert. Examplarisch werden in Uganda 37 Weisenkinder aus der Pfarrei Mbirzi unterstütz und der Besuch der Schule ermöglicht. Somit konnte man Projekte sowohl aus der katholischen als auch der evangelischen Kirche unterstützen.
 
Die Hauptziel, das die Veranstalter verfolgen ist es, die Faszination der historische Wehrkirche Hannberg für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen. Thomas Willert erklärt: „Durch Kultur in der Kirchenburg hatten viele Menschen erstmals unsere Kirchenanlage betreten. Viele davon sind positiv überrascht, wie aktiv und lebendig das Pfarrleben in Hannberg ist. Letztendlich möchten wir so neue Menschen für unsere Pfarrei und letztendlich unsere Kirche erreichen“.  Fragt man die einige Gäste der Veranstaltung Kultur in der Kirchenburg, so scheint dieses Ziel erreicht worden zu sein.