Panorama Wehrkirche Hannberg

Der Kirchturm mit einer Höhe von ca. 52 m ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Seebachgrunds.

Die erste Bausubstanz stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert, er wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts von zwischenzeitlich 25 m auf seine heutige Höhe aufgestockt.

Die sechseckigen Scharwachttürmchen an den vier Ecken des Turms sind ein Zeichen architektonischer Meisterleistung. Prof. Konrad Pedal geht in seinem Buch „Dorfkirchen in Franken“ (2016) davon aus, dass die Fünfknopftürme in Hannberg (1486) und Burgfahrnbach bei Fürth (1490) von den gleichen Architekten Hans Behaim d.Ä.  erbaut wurden.

Hannberg (links) und Burgfahrnbach (rechts)

Hannberg (links) und Burgfahrnbach (rechts)

Infolge eines Blitzeinschlages am Dreikönigstag 1865 brannte der Turm komplett aus.

In de Glockenstube des Turms befinden sich die vier Glocken: Heilige Dreifaltigkeit (26 Zentner), Heilige Katharina (26 Zentner), Mutter Gottes und Heiliger Josef (jeweils 7,5 Zentner). Auf der Glocke der Maria ist ein Bildnis der Himmelskönigin mit Kind abgebildet, der Josefsglocke ein Bildnis des Heiligen Josefs mit Jesuskind.

Glocken Hl. Maria und Hl. Josef

Glocken Hl. Maria und Hl. Josef

 

Seit 1891 gibt es an der Außenseite des Turms eine Uhr an der Westseite des Turmes. Mit der Umstellung auf elektrische Uhrwerke wurden zwei Uhren an der Sü. und Nordseite ergänzt. An der Ostseite wurde 2012 die vierte Uhr angebracht.

Pfarrkirche

Kircheninnere

Kircheninnere

Die jetzige Kirche wurde ab 1425 erbaut. Schritte für Schritt wurde die Taufkapelle (1436) und die Sakristei (1487) angebaut.
1464 erfolgte die Stiftung einer Frühmesse durch den Nürnberger Patrizier Johann Igeltaler in Hannberg. Er erwarb einen Bauernhof in Oberlindach, dessen Erträge die Finanzierung eines Frühmessners in Hannberg gewährleisten sollten. Das war die Geburtsstunde der Pfarrei in Hannberg.
1574 wurde die Gemeinde zur eigenen Pfarrei mit dem Namen „Geburt Marien“ erhoben.
In Hannberg wurde traditionell eine starke Marienverehrung betrieben. Unter anderem wurde die Maria mit Kind im Hauptaltar und bis Ende des 19. Jahrhundert das berühmte Hannberger Gnadenbild verehrt, eine Figur, die sich aktuell in der Kapelle in Hammerbach befindet.
Hannberger Gnadenbild

Hannberger Gnadenbild

Maria mit dem Kinde

Maria mit dem Kinde

1725 erfolgte die Erweiterung des Kirchenschiffes nach Westen und die Barockisierung der Innenausstattung.

2006 erfolgte die Renovierung der romantischen Bittner-Orgel und Pfarrer Gössl

2015- 2016 fand die letzte Sanierung des Kirchendaches, der Innenausstattung des Langhauses sowie der Sakristei statt.