Ölbergkapelle

Die Ölbergkapelle wird auch Ölbergturm, Mesnerturm, Beinhaus/Karner genannt. Dies ist die erste Kapelle in Hannberg (seit 1348), die damals von Wallfahrern aus Büchenbach besucht wurde. Die Kapelle befand sich im Erdgeschoss mit Steinaltar in Richtung Sonnenaufgang im Osten zum Gedenken der Auferstehung Christi sowie einen Weihwasser-Behälter vor dem Eingang.

Im 17. Jahrhundert Verwendung als Beinhaus/Karner zur Aufbewahrung von Gebeinen bei der Wiederverwendung von Gräbern im Friedhof innerhalb der Wehranlage. Leider hat eine im Jahr 1975 durchgeführte, unsensible Innenrestaurierung wichtige Baubefunde komplett beseitigt.

Im Obergeschoss befand sich bis 1945 die Wohnung des Mesners, dies ist heute das Johanneszimmer.

Der nach Osten hin ausgerichtete Steinaltar wurde vermutlich bereits im Jahr 1348 in der ersten Kapelle von Wallfahrern aus Büchenbach in Gottesdiensten verwendet. Im Jahr 1464 feierte der Finanzier und Spender Johann Igelthaler an diesen Altar, dem damals sogenannten Katharinenaltar seine „Frühmesse zu Hannberg“ und finanzierte mit der Frühmessurkunde den Bau der Wehrkirche Hannberg. Auffällig sind zugemauerte Öffnungen unten rechts und seitlich, die darauf hinweisen, dass bei der Einweihung des Altar hier Reliquien oder Gottesgaben beinhaltet waren.

Die Ölberggruppe von 1500 gibt der Ölbergkapelle ihren Namen und stellt die Szene des betenden Jesus mit den schlafenden Aposteln Petrus, Johannes und Jakobus dar.

Das Kriegerdenkmal steht zum Gedenken der Toten aus dem 1. und 2. Weltkrieg.